8 Tipps für das Lektorat eigener Artikel

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Bild zum Blog-Artikel von TypeTime Translations – Lektorat eigener Artikel

Längst haben auch Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen eigene Firmen-Blogs für sich entdeckt und kommunizieren mit deren Hilfe öffentlich. Das ist besonders für kleinere und mittelständische Unternehmen eine wunderbare Möglichkeit, sich seinen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern professionell zu präsentieren. Mit einem Firmen-Blog erhalten Unternehmen die Möglichkeit, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und diese mit für sie nützlichen Informationen zu beliefern. Ob das nun News zum Unternehmen selbst, Rabattaktionen für Kunden, Fachartikel für Kollegen, oder einfach nur Interessantes aus dem Unternehmensalltag ist – es ist auf jeden Fall eine Bühne, auf der sich Unternehmen selbst darstellen können. Damit Leser einen Blog als seriös und professionell wahrnehmen, sollte dieser so fehlerfrei wie möglich sein.

Eigene Artikel selbst lektorieren

Die Texte im Blog sollen für die Leser klar und verständlich sein und neben ihrem Inhalt auch sprachlich einen guten Eindruck machen. Dazu gehören neben einer korrekten Grammatik und Orthografie auch ein logischer Textaufbau und ein Stil, der die Leser anspricht und nicht zu Tode langweilt. Weil aber fast niemand in der Lage ist, einen selbst geschriebenen Text komplett fehlerfrei zu verfassen, schleichen sich leider immer wieder hier und da kleine Fehler ein. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks jedoch, können solche Fehler minimiert werden. Nachfolgend nun unsere 8 besten Tipps, wie man eigene Artikel am effizientesten selbst lektoriert:

1. Ruhepause vor dem ersten Überarbeiten
Ist der Text fertig, sollte man ein Pause einlegen. Erst nach dieser Ruhepause ist der Kopf wieder frei genug, um eigene Fehler im Text zu finden. Dann lässt sich der Text so lesen, als hätte ihn jemand anders verfasst. Neben den Rechtschreib- und Grammatikfehlern werden auch Lücken in der Logik aufgespürt und vielleicht auch hier und da stilistische Unebenheiten geglättet.

2. Jemanden gegenlesen lassen
Wer den Text selbst schreibt, ist seinen eigenen Texten gegenüber relativ betriebsblind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn es jemanden gibt, der den Artikel gegenlesen kann: So werden Tippfehler und sprachliche Mängel gefunden, die man selbst schnell überliest. Versteht der Leser etwas am Text nicht, dann sind die Formulierungen vielleicht nicht klar genug. Aber Achtung: Wenn Sie einen Unbeteiligten Ihren Text lesen lassen, müssen Sie kritikfähig und offen sein. Teilen Sie Ihrem Gehilfen mit, dass Sie keine Kritik scheuen und man ehrlich mit Ihnen sein soll. Was hilft Ihnen ein Leser, der zwar Rechtschreibfehler findet, jedoch den Artikel aus falsch verstandener Freundschaft insgesamt nicht kritisiert, obgleich das vielleicht angebracht wäre.

3. Schritt für Schritt Korrektur
Es ist sinnvoll, einen Text wiederholt und jedes Mal unter einem anderen Aspekt zu lesen: Sind die Sätze vollständig? Wurden für den Leser verständliche Worte gewählt? Fehler lassen sich schneller finden, wenn gezielt nach ihnen gesucht wird und Wort für Wort und möglichst Silbe für Silbe gelesen wird. Diese Art des Lektorates ist für längere Texte sehr aufwändig – aber es lohnt sich.

4.  Namen, Zahlen und Daten prüfen
Werden in einem Text Namen und Zahlen genannt, dann sollten diese wirklich korrekt sein. Gerade Eigen- und Firmennamen können von der offiziellen Rechtschreibung abweichen und werden somit nicht automatisch von der Rechtschreibprüfung verbessert. Auch sollten sämtliche Informationen im Text richtig sein. Dazu ist eine Recherche sinnvoll, bei der die Quellen noch einmal überprüft werden. Vorsicht bei der automatischen Microsoft Word Funktion „Auto-Vervollständigung“ hier baut das Programm häufig automatisch Fehler ein, die dann gerne übersehen werden.

5. Den Text auf Papier drucken
Auf Papier lässt sich ein Text oft besser lektorieren, als auf dem Bildschirm des Computers. Hier präsentieren sich Formatierungsfehler besonders deutlich. Aber auch Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau lassen sich auf dem Probedruck mit einem Bleistift leichter korrigieren. Außerdem können Sie den Ausdruck z. B. bequem auf dem Sofa oder im Garten lektorieren, was natürlich viel schöner ist 😉

6. Den Text laut lesen
Wird der Text nicht nur leise, sondern auch laut gelesen, werden sprachliche Ungenauigkeiten deutlich. Stolpert die eigene Zunge über Textstellen, sind diese oft grammatikalisch fehlerhaft. Auch fehlende Worte oder Schwächen im Satzbau sind leichter zu hören, als zu lesen. Hört noch jemand anders zu, kann dieser ebenfalls eine Rückmeldung geben.

7. Den Computer helfen lassen – Softwareprüfung
Es gibt Software, die nicht nur die Rechtschreibung prüft, sondern auch andere Fehler meldet: Dazu gehören doppelte Wörter, vertauschte Buchstaben (die ein richtig geschriebenes Wort ergeben können) oder andere versteckte Fehler. Die meisten Programme, mit denen Texte geschrieben und bearbeitet werden können, prüfen zwar die Rechtschreibung automatisch, doch es werden viele Fehler nicht gefunden. Man darf sich also nicht allein auf die Software verlassen, hilfreich ist eine solche Software aber natürlich dennoch.

8. Den Text rückwärts lesen
Wer mit dem letzten Wort beginnt und sich rückwärts durch den Text liest, findet Orthografiefehler im eigenen Text besser: Rückwärts konzentriert sich der Leser auf das einzelne Wort und überliest die darin enthaltenen Fehler seltener – ein Trick der ausgesprochen einfach, aber auch sehr effektiv ist. Versuchen Sie es!

Möglichst fehlerfreie Texte im eigenen Blog online stellen

Ein fehlerfreier Text, der sich leicht und flüssig lesen lässt, zeugt von der Professionalität des Schreibers und erfreut Leser. Wer hingegen fehlerhafte Texte veröffentlicht, wirkt dagegen schnell unprofessionell, wobei das natürlich nicht überbewertet werden darf. Wir sind Menschen und Menschen machen nun einmal ab und an kleine Fehler. Bei einem Blogartikel handelt es sich schließlich nicht um eine Dissertation. Dennoch: je fehlerfreier ein Werk, desto professioneller wirkt es – vollkommen egal für welchen Zweck es verfasst wurde. Noch Tipps parat? Dann schreiben Sie uns, wir sind gespannt auf Ihr Feedback!

Ein Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie ausländische Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten haben, können Sie Ihre Blog-Einträge auch übersetzen lassen. So können Sie Ihre ausländischen Kunden, Mitarbeiter oder Lieferanten gezielt in deren Muttersprache ansprechen. Das schafft Vertrauen. Vielen unserer Kunden helfen wir bereits, indem wir ihre Blogartikel übersetzen – sprechen Sie uns bei Bedarf an.

6 Kommentare

  1. Gute Tipps fürs eigene Lektorat. Rückwärts lesen kannte ich noch nicht.

    • Vielen Dank! Freut uns, dass Dir die Liste gefällt 🙂 Wir dachten, dass der eine oder andere Tip sicherlich hilfreich sein kann. Ich habe das Rückwärtslesen getestet und tatsächlich konzentriert man sich da viel stärker auf die einzelnen Wörter, aber es dauert relativ lange ;-))

      Viele Grüße
      Lisa

  2. Hallo, vielen Dank für den interessanten Artikel! Ich entdecke bei mir im Blog auch immer wieder den einen oder anderen Fehler, obwohl ich den Artikel mind. 3 oder 4 mal gelesen habe. So gesehen finde ich Punkt 2 (Jemanden gegenlesen lassen) persönlich am wichtigsten, aber auch die anderen Punkte sind sehr interessant.

  3. Pingback: PR Wochenrückblick KW31 – Die Highlights der Woche

  4. Sehr schöne Zusammenfassung. Bei wichtigen Texten finde ich gerade auch das Ausdrucken sehr wichtig.

  5. Hallo, ich habe den Artikel eben auf Twitter entdeckt. Schöner Beitrag! 🙂 LG, Susanne

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